Vorwort

stjoseph.jpg - 17181 BytesMit großer Hoffnung, mit fröhlicher Unruhe und mit nicht ganz verborgenem Misstrauen warteten alle Generationen von Gemeindeglieder auf die Vollendung des bisher scheinbar Unmöglichen - der Wiedereröffnung der renovierten Josephskirche im Bahnhofsviertel der Stadt Bielefeld. Viele, die in den letzten 10 Jahren zu motivieren waren, wurden mit der genauen Planung und Finanzierung des Vorhabens konfrontiert. Nach mehreren öffentlichen Darstellungen der Pläne und des Models der Innengestaltung der Kirche, nach der Offenlegung der Begründungen dieser Initiative und nach der Zustimmung des Generalvikariates in Paderborn, die mit einem langen, mühseligen aber professionell durchgeführten Dialog verbunden war, sind wir zu einem Ergebnis gekommen, das der Neuevangelisierung, also der Zukunft des Glaubens Hoffnung schenkt.

Das Team der Autoren, die die Renovierung der St. Josephskirche und die künstlerische Neugestaltung des kirchlichen Raumes geplant und durchgeführt haben, kann heute mit Freude und Stolz der Gemeinde St. Joseph eine fast neue Kirche übergeben. Gleichzeitig, im Rückblick an all das Erlebte und mit Leiden verbundene, beugen wir uns vor dem Herrn und bekennen gläubig die Worte des Psalms: "Wenn nicht der Herr das Haus baut, müht sich jeder umsonst, der daran baut."

Frau Ursula Höschen und der Kirchenvorstand unter der Leitung der Herren Herbert Gajowski und Jaroslaw Sikorra schenkten mir dauerhaft Unterstützung und leisteten unbezahlbare fachmännische Hilfe. Man muss hier den langjährige Einsatz von Frau Höschen noch einmal betonen. Sie hat nicht nur das gesamte Projekt mit mir verwaltet, sondern in der Zeit der Krise, allen Mut gegeben, das Projekt ohne Unterbrechung weiter zu führen. Dem Architekten Herrn Wolfgang Krause mit seinem Sohn Thomas gilt heute besondere Ehre. Sie haben diese Kirche nicht nur mit großem professionellen Einsatz renoviert, fast umgebaut, sie haben auch ihre große Liebe für das Vorhaben entwickelt. Unser o.g. Team stand eines Tages vor einer fast unmöglichen Aufgabe, die uns durch das Erzbischöfliche Generalvikariat aufgetragen wurde. Wir sollten für die künstlerische portal.jpg - 28336 BytesGestaltung der Kirche einen Künstler beauftragen. Der Geist des Herrn hat uns geleitet. Unsere Wahl fiel auf Herrn Professor Heinz Hollenhorst: auf einen Menschen der Harmonie und Ästhetik, auf einen Künstler, der dem toten Stein das Leben zu schenken vermag ohne seine Natur zu vernichten, auf einen Christen, der der Seele neue Flügel schenkt. Er hat der St. Josephsgemeinde neue Perspektiven eröffnet, dem Glauben Zukunft geschenkt. Er hat bewiesen, das der Glaube nicht ins Museum gehört - sondern auch heute mit modernen Mitteln ausgedrückt werden kann.

Bei allen Schwierigkeiten, bei der schwankenden Gesundheit von Herrn Professor Hollenhorst und von mir, bei den Situationen, die schon die Aufgabe unseres Vorhaben zeichneten, haben wir uns gegenseitig Mut gegeben - immer mit der selben Überzeugung: Wenn Gott es will, werden wir es schaffen. Und nun ist es endlich so weit. Ich möchte dem ganzen Team sagen: so wie die neugestaltete Josephskirche dem Besucher Ruhe und Harmonie schenken möchte, so habe ich unseren Einsatz und unser Mitwirken zu diesem Ziel als gegenseitige Bereitschaft zur Heilung aller Verletzungen erlebt. Dafür bin ich allen dankbar.

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