Westfalen-Blatt Nr. 255, Freitag, 3. November 2000

St. Josef-Kirche: Altarweihe durch Bischof Algermissen

Zu einem Kunstwerk vollendet

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Bernhard Pierel (Foto)

B i e l e f e l d (witt). Die Gemeinde war sich einig: Der Innenraum der St. Josef-Kirche wurde nicht nur erneuert, sondern zu einem Kunstwerk vollendet. Mit einem Festgottesdienst ist nach langer Renovierungszeit der romanische Kirchenbau zu Allerheiligen wieder eingeweiht worden. Und nicht nur die Gemeindemitglieder kamen, um ihre Kirche neu zu erleben: Der Ansturm der Interessierten war groß, längst reichten nicht alle Sitzbänke und zusätzlichen Stühle. die her6eiaeschafft worden waren.

Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand die Altarweihe durch Weihbischof Heinz Josef Algermissen. Auch er ließ es sich vor Beginn der liturgischen Feier nicht nehmen, seine Eindrücke zu schildern: Es sei ein überwältigender, wunderbarer Raum geworden, so dass sich die Mühen und Nöte der vergangenen Jahre gelohnt hätten. Ihn baulich und gestalterisch zu schaffen (was den Architekten Wolfgang und Thomas Krause sowie dem Bildhauer Professor Heinz Hollenhorst oblag), sei jedoch nur die eine Seite; den Raum mit Kraft zu füllen die andere und Aufgabe der Gemeinde. In seiner Predigt stellte der Weihbischof die Entwicklung des Opferkultes dar und ging auch auf die heutige Bedeutung des Altars ein, der ein Symbol für Jesus Christus sei. Im Zentrum des Gemeindelebens stehend, könne man hier seine Sorgen vorbringen und neue Kraft schöpfen.

Vor dem Höhepunkt der Gottesdienstfeier, der Weihung des Altars, wurden Heiligenreliquien durch einen der beiden ausführenden Architekten, Thomas Krause, in den Altar eingelassen. Ein Raunen ging durch den Kirchenbau, als im Anschluss an die Weihe und in Vorbereitung des Abendmahls sämtliche Kerzen entzündet und alle elektrischen Lichtquellen eingeschaltet wurden.. Die Einzigartigkeit des Raumes entfaltete sich vollkommen. Algermissen lobte das fantastische Engagement des ehemaligen Gemeindepfarrers Stanislaus Walczak und übertrug dem neuen Pfarrer Bernhard Haaken die Aufgabe, den Altar gut zu pflegen und seine Gemeinde immer wieder zu dieser Quelle zurückzuführen und auch selbst fortwährend aus dieser Quelle zu schöpfen.

Durch die Positionierung entsteht nicht nur eine Spannung, sondern auch eine Bindung der einzelnen Elemente.

Der Gottesdienst wurde musikalisch unter anderem von einem tamilischen Chor umrahmt, der Jugendchor der kroatischen Gemeinde leitete anschließend den Festakt im ebenfalls renovierten Augustinussaal unterhalb der Kirche ein. Für das Archiv und nachfolgende Generationen überreichte der Weihbischof hier die wertvolle Urkunde, auf der die Altarweihe schriftlich dokumentiert ist. dach


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